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Facebook

Facebook ist eine Website zur Bildung und Unterhaltung sozialer Netzwerke, die der Facebook Inc. mit Sitz im kalifornischen Palo Alto gehört. Die Plattform war im Februar 2004 erstmals zugänglich und erreichte im Januar 2011 nach eigenen Angaben 600 Millionen aktive Nutzer weltweit.

Geschichte

Mark Zuckerberg entwickelte Facemash, den Vorgänger von Facebook, im Oktober 2003, während er an der Harvard Universität war. Dem Harvard Crimson zufolge war diese Website vergleichbar der Website Hot or Not, es stellte ein Bewertungssystem für jede Studentin am Campus dar.

Mark Zuckerberg gründete das Unternehmen am 4. Februar 2004 und entwickelte Facebook gemeinsam mit den Studenten Eduardo Saverin, Dustin Moskovitz und Chris Hughes im Februar 2004 an der Harvard University ursprünglich nur für die dortigen Studenten. 2004 stieg auch Sean Parker (Mitbegründer von Napster) als Berater in das Facebook-Team ein und bekam 7 % Anteile an Facebook. Als Parker wegen Kokainbesitzes verhaftet worden war, war er dazu gezwungen Facebook zu verlassen. Später wurde die Website für Studenten in den Vereinigten Staaten freigegeben. Weitere Expansionsschritte dehnten die Anmeldemöglichkeit auch auf High-Schools und auf Unternehmensmitarbeiter aus. Im September 2006 konnten sich auch Studenten an ausländischen Hochschulen anmelden, später wurde die Seite für beliebige Nutzer freigegeben. Im Frühjahr 2008 wurde die Website in den Sprachen Deutsch, Spanisch und Französisch angeboten, ab zweitem Quartal 2008 folgten weitere Sprachen, so dass heute über 80 Lokalisierungen angeboten werden.

Funktionen

Jeder Benutzer verfügt über eine Profilseite, auf der er sich vorstellen und Fotos oder Videos hochladen kann. Auf der Pinnwand des Profils können Besucher öffentlich sichtbare Nachrichten hinterlassen oder Notizen/Blogs veröffentlichen. Alternativ zu öffentlichen Nachrichten können sich Benutzer persönliche Nachrichten schicken oder chatten. Freunde können zu Gruppen und Events eingeladen werden. Facebook verfügt zudem über einen Marktplatz, auf dem Benutzer Kleinanzeigen aufgeben und einsehen können. Durch eine Beobachtungsliste wird man über Neuigkeiten, z. B. neue Pinnwandeinträge auf den Profilseiten von Freunden informiert. Die Benutzer auf Facebook sind in Universitäts-, Schul-, Arbeitsplatz- und Regionsnetzwerke eingeteilt.

Applikationen

Das Unternehmen öffnete im Mai 2007 seine Plattform für Anwendungen von Drittanbietern. Entwicklern steht über die Facebook Platform eine Programmierschnittstelle (API) zur Verfügung, mit der sie Programme schreiben können, die sich dem Design von Facebook anpassen und nach Erlaubnis der Nutzer auf deren Daten zugreifen können. Facebook-Mitglieder können die angebotenen Programme in ihre Profilseiten integrieren. Die Bandbreite umfasst Spiele und andere Kommunikationsanwendungen. Nach Unternehmensangaben waren im Oktober 2009 mehr als 350.000 Applikationen verfügbar.Allerdings erreicht nur ein kleiner Teil davon mehr als 100.000 Nutzer im Monat. Mit über 75 Mio. aktiven Nutzern ist das Onlinespiel FarmVille die derzeit beliebteste Facebook-Applikation.

Beobachter bewerten die Öffnung der Plattform als wichtigen Schritt, um die Attraktivität von Facebook zu erhöhen und damit die Nutzerzahl zu steigern.Allerdings wuchs das Angebot derart rasant, dass Nutzer über die Unübersichtlichkeit klagten. Einige Applikationen sind vor allem darauf ausgelegt, sich möglichst schnell zu verbreiten. Das Unternehmen geht mittlerweile gegen Application Spam vor, indem es im Rahmen eines sogenannten Verification Program vertrauenswürdige und sichere Anwendungen besser platziert und ihnen ein entsprechendes Logo verleiht.

Connect

Mit Facebook Connect bietet das Unternehmen eine Einmalanmeldungslösung an. Registrierte Nutzer können über diese Funktion ihre Anmeldedaten auf anderen Websites verwenden, ohne sich dort registrieren zu müssen. In bestimmten Fällen ist zudem möglich, Inhalte wie das Profil, Fotos, Kontaktlisten und Kommentare mitzunehmen. Im Gegenzug zeigt Facebook Aktivitäten in den jeweiligen Portalen in seinem eigenen Angebot an, so dass die Freunde eines Mitglieds diese sehen können.

Nach einer Testphase ging der Anmeldedienst im Dezember 2008 an den Start. Mittlerweile unterstützen ihn nach Unternehmensangaben mehr als 240.000 Websites und Geräte, mehr als 60 Millionen Nutzer greifen jeden Monat darauf zu. Unter den Kooperationspartnern sind namhafte Unternehmen wie Yahoo!, Lufthansa, die Washington Post oder in Deutschland das Online-Portal Bild.de.

Auch mehrere Spielkonsolen verwenden den Anmeldedienst. Nutzer der mobilen Konsole Nintendo DSi können beispielsweise mit der integrierten Kamera gemachte Bilder auf Facebook hochladen. Die Xbox 360 erlaubt seit einer Aktualisierung den direkten Zugriff auf das Netzwerk. Mit der PlayStation 3 können Spieler Transaktionen im PlayStation-Store und neu erhaltene Trophäen auf der persönlichen Facebook-Seite anzeigen lassen.

Der Facebook-Connect-Nachfolger „Open Graph“ wurde 2010 auf der f8-Entwicklerkonferenz vorgestellt.

Open Graph

Facebook Open Graph ist der Nachfolger der beliebten Schnittstelle Facebook Connect und bietet Entwicklern Zugang zur Facebook-Plattform. Über die API können Entwickler auf einfache Weise auf die Daten des sozialen Netzwerks zugreifen und eigene Applikationen programmieren. Im Rahmen der f8-Entwicklerkonferenz 2010 hat Facebook verschiedene vorprogrammierte Lösungen für externe Websites vorgestellt, die sogenannten „Social Plugins“ (soziale Erweiterungsmodule). Über diese Plug-ins können Website-Betreiber einfach kleine Anwendungen mit minimalstem Programmieraufwand im eigenen Portal integrieren. Die beliebtesten Plugins sind der Like Button, die Like Box und die Facebook Comment Box. Des Weiteren existieren Anwendungen für Empfehlungen, einen Activity Stream oder die Anmeldung mit Facebook.

Abgesehen von diesen vorprogrammierten Lösungen kann jeder Entwickler selbst mit dem Open Graph seinen Webauftritt erweitern und mit Facebook verbinden. Die Daten des Nutzers erhält eine Website allerdings erst dann, wenn der Nutzer dies ausdrücklich selbst autorisiert hat. So ist z. B. Einmalanmeldung über Facebook ohne Weiteres möglich. Die konkreten Anwendungsfälle des Open Graphs können sehr unterschiedlich sein, da jeder Entwickler selbst entscheidet, wie er konkret mit den Daten umgeht.

Bereits wenige Tage nach der Vorstellung des Open Graphs wurden die Funktionen auf über 100.000 Websites eingebunden. Mittlerweile nutzen über eine Million Websites die verschiedenen Funktionen des Open Graphs.

Mobil

Spezielle Facebook-Clients sind mittlerweile für verschiedene mobile Plattformen verfügbar (Windows Mobile, BlackBerry, Apple iPhone/iPod touch, S60, Android, HP webOS, bada etc.). Außerdem gibt es drei mobile Portale für mobile Browser mit und ohne Sensorbildschirm-Unterstützung, sowie einer rein Text-basierenden Seite, die aus einigen ausgewählten Handynetzen kostenlos erreichbar ist.

Des Weiteren gibt es ein Angebot zur Statusaktualisierung und verschiedenen anderen Funktionen per SMS, welcher jedoch in Deutschland nur aus dem O2-Netz funktioniert. Der Versand der SMS an die Nummer 2665 (BOOK) kostet den normalen SMS-Tarif. Für O2-Kunden ist der Empfang der Nachrichten von Facebook (z. B. Statusmeldungen, neue Nachrichten usw.) kostenlos. Zum Freischalten muss eine SMS mit dem Buchstaben „f“ an die 2665 gesendet werden, anschließend erhält der Nutzer einen Code auf dem Mobiltelefon, den er bei Facebook angeben muss und die Nummer daraufhin freigeschaltet wird.

Seit dem 1. September 2010 ist es, wie bereits längere Zeit in anderen Ländern, aus dem gesamten E-Plus Netz möglich unter dem Dienst Facebook Zero (durch den Aufruf der Adresse 0.facebook.com) kostenlos auf Facebook zuzugreifen. Dabei werden jedoch keine Bilder oder andere Multimedia Inhalte angezeigt. Zum Anzeigen dieser muss auf die normale mobile Seite gewechselt werden, wodurch ohne Flatrate normale Internetkosten entstehen.

Am 13. Oktober 2010 hat Facebook eine Funktion zum Einrichten von Einmal-Passwörtern eingerichtet. Der Nutzer muss zuvor seine Handynummer im Portal freigeschaltet haben. Durch den Versand einer SMS mit dem Inhalt otp an die 2665 wird der User anhand der Handynummer identifiziert und ihm ein temporäres Passwort zugeschickt, das 20 Minuten lang gültig ist. Somit ist angeblich mehr Sicherheit bei der Benutzung von öffentlichen Internetzugängen gewährleistet.

Places

Mitte August 2010 hat Mark Zuckerberg eine erweiterte App für Smartphones vorgestellt, mit einer zusätzlichen Funktion: den Facebook Places. Diese Erweiterung ermöglicht den Usern anderen mitzuteilen, wo sie sich gerade befinden und mit wem sie gerade zusammen sind. Außerdem kann man sich auch anzeigen lassen, welche Freunde gerade in der Nähe sind. Dieser location based service stellt eine Adaption der Gowalla und Foursquare Funktion dar und wurde zunächst nur in den USA gestartet. Die Einführung des Dienstes in Deutschland fand am 5. Oktober 2010 statt. Seit dem 3. November 2010 bietet Facebook mit dem neuen Produkt Deals Marketingmöglichkeiten für lokale Unternehmen. Der Dienst heißt in der deutschen Version ‘Facebook Angebote’ und wurde am 31. Januar 2011 in Deutschland vorgestellt. Beim Start des neuen Dienstes haben verschiedenste Unternehmen wie Douglas, Vapiano, Gravis, Esprit oder Benetton mitgewirkt und Rabatte angeboten.

Technik

Facebook betreibt in seinen Rechenzentren CentOS-Server – früher mit Apache, heute mit einer eigenen HTTP-Server-Software –, sowie mit PHP und einem selbst entwickelten Datenbanksystem namens Cassandra. Zahlreiche Eigenentwicklungen aus der Installation werden als freie Software veröffentlicht: die Datenbank Cassandra, HipHop, Tornado, Thrift, Scribe …Als „Gold“-Sponsor des Apache-Projektes fördert Facebook die freie Software auch finanziell mit 40.000 US-Dollar jährlich.

Statistik

In Deutschland hat Facebook im Juli 2010 erstmals die 10-Millionen-Mitglieder-Marke übertroffen, und sich am 31. Januar 2011 mit insgesamt 15.096.500 Nutzer ausgewiesen.

Am 13. Januar 2011 hat Facebook nach eigenen Angaben die 600-Millionen-Benutzer-Grenze überschritten. und ist laut comScore die am häufigsten besuchte Kontaktwebsite.

Monatlich werden drei Milliarden Bilder und zehn Millionen Videos hochgeladen. Die meisten Nutzer stammen dabei aus den Vereinigten Staaten und sind jünger als 25 Jahre.

82,8 Prozent der deutschen Nutzer sind zwischen 18 und 63 Jahre alt (werberelevante erwerbstätige Zielgruppe), die Männer sind mit 49,90 Prozent nahezu gleich vertreten wie die Frauen mit einem Anteil von 50,10 Prozent.

In der Schweiz hat Facebook derzeit 2,369 Millionen aktive Nutzer (Stand 31. Oktober 2010), die Männer sind mit 50,35 Prozent stärker vertreten gegenüber den Frauen mit 49,65 Prozent. Der Anteil der werberelevanten Zielgruppe der 18- bis 63-jährigen Benutzer liegt bei rund 82 Prozent.

In Österreich liegt die Nutzerzahl bei 2,173 Millionen, der Frauenanteil beträgt 50,24 Prozent zu 49,76 Prozent Männeranteil, die Altersgruppe 18 bis 63 Jahre (werberelevante erwerbstätige Zielgruppe) beträgt 79,25 Prozent.

Damit nutzen in Deutschland 15,4, in der Schweiz 31,6 und in Österreich 26,44 Prozent der Bevölkerung die Plattform (Stand 31. Oktober 2010). Zum Vergleich: Die Marktdurchdringung in den USA beträgt 45,0 Prozent, in Großbritannien 44,6 Prozent und in Frankreich 28,8 Prozent. Mit 58,8 Prozent weist Island die höchste Markterschließung aller EU27- und EFTA-Staaten aus.

Große Wachstumsmärkte liegen für Facebook vor allem in Asien. Im Februar 2010 war das soziale Netzwerk laut einer comScore-Statistik z. B. in Malaysia (77,5 Prozent), Singapur (72,1 Prozent) und Hongkong (62,5 Prozent) bereits Marktführer. In Malaysia betrug die Steigerung von März 2009 bis März 2010 364 Prozent auf fast sechs Millionen Nutzer. Durch die kontinuierliche Weiterverbreitung des Internets, vor allem des mobilen Internets über Smartphones, wird sich dieser Trend in Zukunft fortsetzen.

Jeff Rothschild gab in einer Präsentation Anfang Oktober 2009 bekannt, dass die Infrastruktur von Facebook aus 30.000 Servern bestehe. Anhand einer im Juni an der Velocity Conference von Tom Cook (Facebook) veröffentlichten Präsentation dürfte die Anzahl der in der Infrastruktur genutzten Server sich innerhalb von neun Monaten auf rund 60.000 verdoppelt haben.

Aktuelle Entwicklung September 2010

Das Gesamtwachstum der 35 Staaten innerhalb der EU27, EFTA und G8 betrug während dem September 2010 1,7 Prozent. Das Wachstum während dem dritten Quartal 2010 betrug 7,3 Prozent bzw. 19,5 Millionen Neumitglieder. Die 35 Länder wiesen Ende September 2010 ein Total von 287,1 Millionen aktiven Mitgliedern aus.

Land Mitglieder Differenz
Deutschland Deutschland 11,1 Mio. 13,4 %
Schweiz Schweiz ? 0,9 %
Spanien Spanien 10,9 Mio. ?
Liechtenstein Liechtenstein ? −0,1 %
Österreich Österreich ? −2,7 %

2008 wurde Facebook in über 70 Sprachen angeboten.

Wirtschaftliche Lage

Facebook hat nach der Gründung im Jahr 2004 in mehreren Runden rund 1,24 Milliarden Dollar Kapital zur Finanzierung erhalten. Das Geschäftsmodell basiert vor allem auf Werbung, Gebühren für die Mitgliedschaft schließt das Unternehmen aus. Für das Geschäftsjahr 2010 erwartet es laut Medienberichten rund 2 Milliarden Dollar Umsatz. Im Februar 2010 wurde in Hamburg die erste Deutschland-Filiale eröffnet, um die Zusammenarbeit von Marken und Unternehmen mit Kunden oder Fans auf Facebook zu verbessern.

Geschäftsmodell

Die Facebook-Nutzung ist für Mitglieder kostenlos. Einnahmen soll vor allem das Werbegeschäft bringen. In den USA hat das Unternehmen den größten Anteil am Markt für Bannerwerbung (Stand: November 2010) Im Dezember 2010 wurde bekannt, dass Facebook in seinem Dienst neue E-Commerce-Angebote integrieren möchte. Dieser Social Shopping Marktplatz soll gleichzeitig eine Alternative zum klassischen Online-Shopping darstellen, aber auch neue Mitglieder anlocken und zudem höhere Werbeeinnahmen generieren.

Kennzahlen

Da das Unternehmen nicht börsennotiert ist und eingeschränkten Publikationspflichten unterliegt, sind keine genauen Geschäftszahlen bekannt. Medien berichteten, dass der Umsatz 2008 rund 300 Millionen Dollar betrug, 2009 rund 800 Millionen Dollar. Für 2010 erwarte das Unternehmen einen Umsatz von rund 2 Milliarden Dollar, schrieb die Nachrichtenagentur Bloomberg. Ob das Unternehmen Gewinne schreibt, ist nicht bekannt. Facebook erklärte im September 2010 aber, im damals abgelaufenen Quartal einen positiven Cash flow erreicht zu haben. Anfang 2011 wurden vertrauliche Kennzahlen bekannt, die nur an Investoren verteilt wurden. Für die ersten neun Monate 2010 soll Facebook 355 Mio. US-Dollar netto verdient haben, bei einem Umsatz von 1,2 Milliarden US-Dollar. Die Geschäftszahlen seien jedoch nicht von einer Revisionsstelle geprüft worden. Das Unternehmen soll 50 Milliarden US-Dollar wert sein.

Finanzierung

Facebook hat in mehreren Finanzierungsrunden rund 1,24 Milliarden Dollar Kapital eingesammelt. Der erste Investor war der Internet-Unternehmer Peter Thiel. Auch der Softwarekonzern Microsoft hat sich an dem Unternehmen beteiligt. Das russische Investment-Unternehmen Mail.ru (früher Digital Sky Technologies) schoss in mehreren Schritten knapp 500 Millionen Dollar hinzu. Im Januar 2011 beteiligte sich nach einem bislang unbestätigten Bericht der New York Times auch die US-Investmentbank Goldman Sachs mit rund 400 Millionen Dollar. Das Geldhaus soll zudem eine besondere Anlageform entwickeln, über die ausgewählte Kunden in Facebook investieren können. So sollen weitere 1,5 Milliarden Dollar zusammenkommen.Mehrere Konzerne, darunter Yahoo! und Viacom, versuchten, Facebook vollständig zu übernehmen, die Gründer lehnten jedoch alle Angebote ab.

Finanzierungsrunden
Datum Investor Summe
2004 Eduardo Saverin 19.000 Dollar
Juni 2004 Peter Thiel 500.000 Dollar
Mai 2005 Accel Partners (Investmentunternehmen) 12,7 Mio. Dollar
April 2006 Konsortium geführt von Greylock Partners (Investmentunternehmen) 27,5 Mio. Dollar
Oktober 2007 Microsoft 240 Mio. Dollar
November 2007 Li Ka-shing (Geschäftsmann aus Hongkong) 60 Mio. Dollar
Mai bis Dezember 2009 Mail.ru 400 Mio. Dollar
Januar 2011 Goldman Sachs, Mail.ru 500 Mio. Dollar

Mit der Einführung einer neuen Aktienstruktur – die den bisherigen Anteilseignern mehr Kontrolle sichert – hat das Unternehmen einen möglichen Börsengang vorbereitet.

Marktwert

Da Facebook nicht börsennotiert ist, kann der Marktwert nur grob ermittelt werden, etwa anhand von Investitionen in das Unternehmen oder dem Handel von Mitarbeiteraktien auf dem Sekundärmarkt. Im Januar 2011 wurde der Marktwert auf ca. 50 Milliarden US-Dollar taxiert.

Eigentümerstruktur

Größte Anteilseigner sind Mark Zuckerberg (24 Prozent), Chris R. Hughes (12 Prozent), Peter Thiel (7 Prozent), Digital Sky Technologies (6,9 Prozent), Dustin Moskovitz (6 Prozent), Eduardo Saverin (5 Prozent) und Microsoft (1,6 Prozent).

Im Januar 2011 wurde bekannt, dass Goldman Sachs 450 Millionen Dollar in Facebook investiert hat und Digital Sky Technologies weitere 50 Millionen. Der Wert des sozialen Netzwerks wird mit dem Deal auf 50 Milliarden Dollar (37 Milliarden Euro) gesteigert. Die Beteiligung von Goldmann Sachs entspräche also ca. einem Prozent.

Mit dem Deal wurde bekannt, dass Goldman Sachs zusätzlich bis zu 1,5 Millarden Dollar von weiteren Investoren für Facebook einsammeln werde.Digital Sky Technologies hatte vorher bereits eine halbe Milliarde Dollar in das soziale Netzwerk investiert, Microsoft hatte im Jahr 2007 bei einem geschätzten Firmenwert von 15 Milliarden US-Dollar für seine 1,6 Prozent 250 Millionen Dollar gezahlt.

Facebook-Gründer Zuckerberg hat einen Börsengang bislang abgetan, die Führung des Unternehmens zieht aber möglicherweise einen Börsengang im Jahr 2012 in Erwägung.

Kritik

Anonyme Registrierung

Auf Facebook ist es möglich, sich mit einer fiktiven Identität anzumelden. Der Nutzer wird jedoch ausdrücklich dazu aufgefordert, sich mit seinem echten Vor- und Nachnamen sowie seinem Geburtsdatum anzumelden. Die Eingabe von zwei Namen (also Vor- und Nachname) ist erforderlich. Zwar findet keine Überprüfung der realen Identität eines Benutzers statt, jedoch löschte Facebook schon mehrmals in automatisierter Form ohne Vorwarnung Profile mit ungewöhnlichen Namen, hinter denen ohne Einzelrecherche unechte Identitäten vermutet wurden. Dadurch wurden auch Profile real existierender Personen gelöscht. Die Veröffentlichung von persönlichen Daten ist den Nutzern freigestellt.

Fremde E-Mail-Kontakte können ausspioniert werden

Bei der Eröffnung eines Facebookkontos wird nicht sofort überprüft, ob man auch Besitzer der angegebenen E-Mail-Adresse ist. So kann der Anmelder eine fremde E-Mail angeben und über die Funktion “Freunde finden” die 20 Personen sehen, mit der der E-Mail-Besitzer Kontakt hatte.

Offenlegung privater Daten bei bloßer Kenntnis der E-Mail-Adresse

Durch eine Kooperation mit den Mailprovidern GMX und Web.de wird deren Nutzern, die an eine E-Mail-Adresse schreiben, mit der sich deren Inhaber bei Facebook registriert hat, dessen bei Facebook angegebener Vor- und Nachname sowie die Mitgliedschaft bei Facebook mitgeteilt. Während der Registrierung bei Facebook wird darauf nicht hingewiesen. In den FAQ von GMX gibt es einen Eintrag, der den Zusammenhang erläutert und eine – nicht mehr aktuelle – Anleitung enthält, wie diese Funktion in den Einstellungen von Facebook deaktiviert werden kann. Aktuell (Oktober 2010) findet man die Möglichkeit zur Deaktivierung bei Facebook unter Konto / Privatsphäre / Anwendungen und Webseiten / Öffentliche Suche.

Personalisierte Werbung

Am 7. Oktober 2007 kündigte Facebook an, in allen vorhandenen Nutzerprofilen von mehr als 50 Millionen registrierten Nutzern personalisierte Werbung zuzulassen. Dabei sollen den bislang interessierten 60 Konzernen und Unternehmen persönliche Daten der Nutzer zur Verfügung gestellt werden. Neben Alter, Geschlecht, Lieblingsbeschäftigungen, Wohnort, politischer Überzeugung, Lieblingsbüchern und -filmen umfassen die bereitgestellten Informationen auch den Bildungsstand und Hinweise auf persönliche Beziehungen.

Dagegen wendet sich in den Vereinigten Staaten erste Kritik, wie von Facebook-Nutzer Nate Weiner im Gespräch mit AP: „Was wäre, wenn du ein Buch bei Amazon kaufst, das ‚Der Umgang mit Aids‘ heißt, und jeder einzelne deiner Freunde erfährt davon?“ Denn das Problem ist, dass nun ein Unternehmen immer mehr persönliche, schlecht zu kontrollierende Angaben seiner Kunden (mit deren formeller Erlaubnis) speichert, das aber im Alltag nicht bewusst macht.

Ein Artikel im Guardian vom 14. Januar 2008 kritisierte die Gründer und Besitzer des Unternehmens in zahlreichen Punkten. Unter anderem zeigte er auf, wie die libertäre Gesinnung des Investors Peter Thiel, eines aus Deutschland stammenden Hedgefonds-Managers, einen Einfluss auf die Funktionsweise und Ausrichtung des Unternehmens haben könnte.

Verwertung von Nutzerdaten

Facebook änderte im Februar 2009 die Nutzungsbedingungen (Terms of Service) dahin gehend, dass das Unternehmen die Daten von Mitgliedern zeitlich unbegrenzt verwenden durfte – auch nach Löschung bzw. Deaktivierung eines Nutzerkontos. Die Regelung betraf beispielsweise Kommentare, Fotos und Videos. Nach massiven Protesten von Nutzern, Daten- und Verbraucherschützern wurden die Regeln zunächst wieder auf den Stand vor den Änderungen zurückgesetzt. Zudem kündigte das Unternehmen an, in bestimmten Fällen seine Nutzer künftig über Regeländerungen abstimmen zu lassen. Im April 2009 stellte Facebook modifizierte Nutzungsbedingungen zur Abstimmung, in denen Nutzern der Besitz ihrer Informationen zugesichert wird. Eine Mehrheit der Teilnehmer befürwortete die neuen Regeln. Obwohl die Inhalte (z. B. Fotos) im Besitz der Nutzer bleiben, erhält Facebook das Recht, alle Inhalte kommerziell zu nutzen und die Nutzungsrechte an Dritte weiterzugeben. Auch nach der Änderung der Nutzungsbedingungen kommt Facebook immer wieder wegen seiner lockeren Datenverwertung in die Schlagzeilen. So speichert das Unternehmen nach einem Update auf dem Handy Kontaktdaten. Aber auch über eine Suchfunktion, über die Mitglieder die noch nicht gefundenen Freunde auf Facebook mit den Daten aus der E-Mail-Kontaktliste des Mailproviders abgleichen und finden können, werden Daten von Nicht-Mitgliedern dauerhaft und ungefragt gespeichert. Zuletzt wurden die Nutzungsbedingungen von Facebook indirekt durch ein Urteil des Oberlandesgerichtes Köln bestätigt. Ein Nutzer hat ein Foto von sich in seinem Nutzerprofil veröffentlicht. Eine Personensuchmaschine hatte dieses übernommen. Das Oberlandesgericht Köln wies die auf Unterlassung gerichtete Klage des Nutzers mit der Begründung zurück, dass dieser mit der Einstellung seines Fotos seine Einwilligung in einen Zugriff durch die Personensuchmaschine zumindest konkludent erklärt hätte. Zudem hätte er von der ihm von Facebook in den Nutzungsbedingungen eingeräumten Möglichkeit der Sperre gegenüber Suchmaschinen keinen Gebrauch gemacht, auf die das Gericht ausdrücklich verwiesen hat.

Auswertung/Nutzung durch Nachrichtendienste und Polizei

Mitte 2009 wurde bekannt, dass die iranische Polizei Facebook-Profile benutzt, um bei Verhören den Freundeskreis von Regimegegnern und Demonstranten auszumachen und namentlich zu identifizieren.

Vergangene zwangsweise Veröffentlichung von privaten Nutzerdaten

Im November 2009 veränderte Facebook die Standardeinstellungen zur Privatsphäre. Die Voreinstellungen sind nun so, dass möglichst viele Informationen öffentlich sichtbar sind. Darüber hinaus waren bestimmte Informationen, darunter Name, Profilfoto, Freunde und Gruppenzugehörigkeiten seitdem immer öffentlich sichtbar, auch wenn Nutzer zuvor andere Einstellungen vorgenommen hatten – die früheren Schutzmöglichkeiten waren bei diesen Punkten entfallen. Im Mai 2010 wurden diese Missstände durch umfassende Veränderung und Vereinfachung der Privatsphären-Einstellungsmöglichkeiten behoben. Seitdem sind lediglich Name, Profilbild und User-ID zwangsweise für alle anderen Facebook-User sichtbar, sämtliche anderen Informationen können über die Privatsphären- oder Profileinstellungen auf nicht-öffentlich gestellt werden. Die Internet-weite Auffindbarkeit z.B. durch Suchmaschinen (“Öffentliche Suche”) kann für sämtliche Informationen ausgestellt werden.

Extremistische Einträge

Auf Facebook existieren zahlreiche Benutzerseiten mit extremistischem Inhalt, z.B. Seiten zu Diktatoren. Im April 2009 hatte eine Benutzerin über 200 Nazi-Seiten gesammelt, mit beispielsweise Namen wie Großdeutschland, Erwin Rommel Fan Club oder Holocaust Party, mit meist NS-Propaganda. Sie schrieb daraufhin einen offenen Brief an Facebook mit der Aufforderung, die Profile der Neonazis zu löschen, oder es komme zu einer Anzeige wegen Volksverhetzung. Am 17. April 2009 stoppte die Deutsche Telekom ihre Werbung auf Facebook mit Hinweis auf „rechtsextreme“ Websites auf dem Portal. Auch die Bundeszentrale für politische Bildung beobachtete Facebook. Facebook erklärte daraufhin, man wolle keine Benutzer mit einer Zensur verschrecken, nehme aber die Nutzungsbedingungen sehr ernst und würde entsprechende Gruppen löschen.

Speicherung der Daten von Nicht-Mitgliedern

Im Februar 2010 kam an die Öffentlichkeit, dass Facebook auch die Daten von Bürgern speichert, die willentlich nicht bei Facebook angemeldet sind. Facebook bietet den Nutzern von Smartphones eine kostenlose Software („App“) an, um ihre Kontakte aus ihrem Telefonbuch mit den Kontakten in Facebook zu synchronisieren. Dabei werden standardmäßig sämtliche Nach- und Vornamen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen und Geburtstage hochgeladen und bei Facebook gespeichert. Nutzer berichten, dass dadurch auch die Verknüpfungen und Bekanntschaften von nicht angemeldeten Bürgern ersichtlich werden und bei einer möglichen Neuanmeldung der betreffenden Person bereits umfassende Freundeslisten vorgeschlagen werden. Diese Art der unwillentlichen Datenerhebung widerspricht dem in Deutschland geltenden Recht der informationellen Selbstbestimmung. Inzwischen bietet Facebook zwar ein Kontaktformular an, das es Nicht-Mitgliedern erlaubt, nach Eingabe der eigenen E-Mail-Adresse alle damit verbundenen Daten löschen zu lassen. Diese Methode ist jedoch nur von Nutzen, wenn Facebook eine Mailadresse bereits mit den anderen gesammelten Daten verknüpft hat. Nach der Aussage Peter Schaars, des Datenschutzbeauftragten der Bundesregierung, könnten Bürger rechtliche Schritte einlegen. Das US-Unternehmen müsse sich deutschem Recht beugen.

Weitergabe der Benutzeridentitäten durch Facebook-Applikationen

Am 18. Oktober 2010 veröffentlichte das Wall Street Journal einen Bericht über die Weitergabe von User-IDs an Drittanbieter. Zahlreiche Facebook-Applikationen konnten durch die Referrer-Informationen des Browsers die ID der Nutzer auslesen und somit potentiell Rückschlüsse auf die reale Identität des Benutzers ziehen.

Rechtsstreitigkeiten

studiVZ

Das Konzept von Facebook hat einige Nachahmer wie studiVZ und wer-kennt-wen gefunden. So wurde der im deutschsprachigen Raum verbreitete Konkurrent studiVZ dafür kritisiert, ein bis in die Details von Funktion, Aufbau und Aussehen gehender Nachbau von Facebook zu sein. Am 19. Juli 2008 reichte Facebook beim US-Bezirksgericht in San José (Kalifornien) Klage gegen die Betreiber des studiVZ ein, der Vorwurf lautet Diebstahl geistigen Eigentums. Jedoch ist Facebook mit dieser Klage gescheitert. Im September 2009 teilten beide Unternehmen mit, man habe sich geeinigt, und studiVZ werde einen Geldbetrag an Facebook zahlen.

ConnectU

2004 wurde Facebook von Klassenkameraden Mark Zuckerbergs und ihrem Unternehmen ConnectU verklagt. Er wurde beschuldigt, einen mündlichen Vertrag gebrochen zu haben. In dieser Vereinbarung soll es sich um die Nutzung des Quellcodes von Facebook gehandelt haben, der angeblich durch die Kläger erstellt worden war. Das Unternehmen Facebook teilte der Öffentlichkeit mit, Einigungen mit ConnectU durch eine Zahlung von 65 Millionen US-Dollar erbracht zu haben. ConnectU bestreitet eine solche Einigung bis heute.

Grant Raphael

Am 24. Juli 2008 verurteilte ein Gericht in London Grant Raphael zu einer Zahlung von 22.000 Pfund wegen Persönlichkeitsverletzungen und falscher Beschuldigungen. Raphael hatte eine falsche Facebook-Seite über einen ehemaligen Klassenkameraden und Geschäftspartner erstellt. Auf ihr behauptete Raphael unter dem Namen von diesem, dass er homosexuell und nicht vertrauenswürdig sei.

Jugendschutz

Im Dezember 2009 gründete Facebook einen Sicherheitsbeirat, um regelmäßig die Sicherheitsvorkehrungen für die Nutzer prüfen zu können. Dieser Beirat besteht aus Vertretern der folgenden fünf Organisationen: Common Sense Media, ConnectSafely, WiredSafety, Childnet International und The Family Online Safety Institute (FOSI). Damit setzt Facebook eine weitere Maßnahme, um eine sichere Umgebung für Jugendliche im Internet zu schaffen, nachdem Facebook sich bereits an der Internet Safety Technical Task Force (ISTTF) beteiligt und 2008 mit 49 Generalstaatsanwälten der Vereinigten Staaten und dem Generalstaatsanwalt des District of Columbia Vereinbarungen zum besseren Jugendschutz unterzeichnete. In diesen Vereinbarungen verpflichtet sich Facebook dazu:

  • Minderjährige vor dem Austausch persönlicher Daten speziell zu warnen;
  • es Erwachsenen nicht zu ermöglichen, in Suchmaschinen Profile von minderjährigen Personen zu finden;
  • Änderungen des Alters im Profil zu erschweren und zu protokollieren;
  • Inhalte besser zu filtern und eine Liste pornografischer Angebote zu führen sowie Links auf diese zu löschen.

Außerdem kooperiert Facebook noch mit MTV und der BBC gegen digitalen Missbrauch und Cyber-Mobbing.[94][95]

Ebenso überarbeitete Facebook im Dezember 2009 die Kontrolle über die Privatsphäre. Nun kann jeder Nutzer bei der Veröffentlichung von Statusmeldungen, Medien oder Links differenziert festlegen, wer diese sehen darf und wer nicht. Des Weiteren wurden die Einstellungen zum Datenschutz modifiziert und es wurde jeder Facebook-Nutzer dazu aufgefordert, diese zu prüfen. Es kann jetzt zwischen eigenen Kontakten, Freunden der Freunde sowie dem gesamten Facebook-Netzwerk unterschieden werden. Hier wurde wiederum am Jugendschutz gearbeitet: Die Inhalte von minderjährigen Nutzern sollen nur für Freunde, Kontakte und Klassenkameraden sichtbar sein.

Sonstiges

  • Der Name Facebook bezieht sich auf die sogenannten Facebooks, die die Studenten an manchen amerikanischen Colleges zur Orientierung auf dem Campus erhalten. In diesen Facebooks sind andere Kommilitonen abgebildet (Face, englisch für Gesicht; book englisch für Buch).
  • Wie andere soziale Netzwerke steht auch Facebook im Verdacht, von Arbeitgebern verwendet zu werden, um Angestellte zu überwachen. Bestätigt werden diese Eindrücke durch einen Fall im November 2008 aus der Schweiz, wo eine krankgeschriebene Versicherungsangestellte ihre Stelle verlor, weil der Arbeitgeber ihre Aktivität auf Facebook verfolgen konnte, während der Frau offiziell Bettruhe verordnet war. Fälle, in denen Arbeitnehmer die Stelle verloren, weil sie sich auf Facebook abschätzig über ihre Arbeitgeber geäußert haben, sind aus Australien bekannt. Im März 2010 wurde ein Fall aus der Region Manchester publik, in dem einer Aushilfskellnerin eines Cafés gekündigt wurde, indem der Arbeitgeber die Kündigung unter Angabe des Kündigungsgrundes auf der Pinnwand der 16-Jährigen veröffentlichte.
  • Am 24. September 2010 feierte der Film The Social Network von Regisseur David Fincher Premiere. Der Film widmet sich der Entstehungsgeschichte von Facebook. Das Drehbuch basiert auf einem Buch von Ben Mezrich mit dem Titel The Accidental Billionaires: The Founding of Facebook, a Tale of Sex, Money, Genius and Betrayal. Am 7. Oktober 2010 startete der Film in deutschen Kinos. Im Film spielen u. a. Jesse Eisenberg, Justin Timberlake und Brenda Song mit.
  • Am 31. Mai 2010 wurde der erste „Quit Facebook Day“ veranstaltet. Das kirchliche Portal evangelisch.de veröffentlichte aus diesem Anlass eine detaillierte Anleitung zu dem auf herkömmliche Weise komplizierten Weg, den eigenen Nutzeraccount dauerhaft zu löschen.
  • Aufgrund eines Fehlers in der API von Facebook fiel das soziale Netzwerk am 23. September 2010 für mehrere Stunden aus. Betroffen waren des Weiteren die „Gefällt mir“-Schaltfläche zur Vernetzung über externe Websites. Man sprach vom bisher „schwersten Fehler“ in der Geschichte des Dienstes.
  • Am 10. Oktober 2010 berichtete ein Angestellter des Nachrichtenmagazins TechCrunch, bei Facebook ein Konto mit dem Namen des Google-Managers Eric Schmidt angelegt und dabei Schmidts korrekte E-Mail-Adresse verwendet zu haben. Da Facebook auch Konten, die noch nicht auf die Bestätigungs-E-Mail reagierten, bestimmte Aktionen wie das Einrichten des Profils und das Versenden von Privatnachrichten gewährt, erhielt das „gefälschte“ Konto von Eric Schmidt private Nachrichten von Bekannten Schmidts, die das Konto offenbar für echt hielten.


(Quelle: Wikipedia)